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Iberia Airbus A320-200

© Reinhard Griephan

 

 

Fliegen wie ein Vogel...

Lange vor Otto Lilienthal beginnt die Geschichte der Flugzeuge, der Fliegerei. Im 10. Jh. wurden, vermutlich im pazifischen Raum, Fesseldrachen eingesetzt. Sie dienten religiösen, militärischen und bemannten Zwecken.

Im 15. Jh. brachte der geniale Leonardo da Vinci (1452 - 1519) seine tollkühnen Vorstellungen vom Fliegen zu Papier. Der Hubschrauber war, zumindest theoretisch, erfunden. Otto Lilienthal (1848 - 1896) bastelte sich Flügel und rannte damit Hügel herunter und glitt so für einige Sekunden durch die Luft. Bei einem dieser "Flüge" stürzte er am 09.08.1896 in den Tod.

Die ersten, die es schafften, mit Motorantrieb zu fliegen, waren 1903 die Brüder Wilbur (1867 - 1912) und Orville (1871 - 1948) Wright. Als Beginn des Motorflugs gelten ihre Starts, die sie in den Dünen bei Kitty Hawk (North Carolina) abwechselnd ausführten.

Sie steigerten die Flugdauer und Entfernung und bauten bis 1905 zwei weitere Flugzeuge, die in der Lage waren, bis zu 39 Minuten in der Luft zu blieben.

Junkers F13

Auch viele andere beschäftigten sich mit der Thematik der Fliegerei

Junkers F13

Luftfahrtgeschichte 1919 - 1932

© Bildarchiv Deutsche Lufthansa AG

Als Graf Zeppelin (1838 - 1917) 1863 bei einer Reise durch die USA einen Heißluftballon am Himmel sah, recherchierte er und traf den Erfinder, John H. Steiner, der es nach den Plänen der Brüder Montgolfier aus dem Jahre 1783 entworfen hatte. Die Technik des Luftschiffes war einfach: Gefüllt mit Gas, das leichter ist als Luft, erhält es Auftrieb und gleitet, von Motoren betriebenen Propellern angetrieben, durch die Lüfte.


Der 2. Juli 1900: 20.03 Uhr, Graf Zeppelin stieg mit seinem gelben Prototypen LZ 1 400 Meter hoch in den Himmel über dem Bodensee auf. 18 Minuten später landete er ca. 6,5 Kilometer vom Startpunkt entfernt. Sein Luftschiff wurde auf Pontons aus der schwimmenden Halle auf den Bodensee gezogen. Durch diese intelligente Lösung konnte stets die Windrichtung berücksichtigt werden. Die Ära der Zeppeline begann. Sie endete 20 Jahre nach dem Tod des Erfinders, als im Jahre 1937 die Hindenburg zu ihrem Flug nach New York aufbrach und bei der Katastrophe von Lakehurst, vermutlich nach einem Blitzschlag, in Flammen aufging.
 

Der Franzose Louis Blériot überflog 1909 als erster den Ärmelkanal. Bei Flugschauen in vielen verschiedenen Ländern wurde der Bevölkerung, aber auch der Wirtschaft und dem Militär, die Einsatztauglichkeit von Flugzeugen vorgeführt. So entstanden  Forschungsinstitute, die vor allem den Einsatz der neuen Flugzeuge im Krieg erproben sollten.

Während des 1. Weltkrieges wurden Flugzeuge insbesondere zur Aufklärung und auch als Jagd- und Bombenflugzeuge eingesetzt. Diese Entwicklung führte auch dazu, Arbeitsplätze zu schaffen. 1919 wurde auf der Strecke Paris-Brüssel die erste internationale zivile Luftfahrtlinie gegründet. Eine große Herausforderung stellte die Überquerung des Atlantiks dar, Alcock und Brown schafften es 1919. 1927 flog Charles Lindbergh als erster allein von New York nach Paris. Die Flugzeugtechnik wurde immer sicherer und komfortabler. Es wurden Techniken entwickelt, mit denen die Piloten "blind" auch bei schlechten Witterungs- und Sichtverhältnissen sicher starten und landen konnten.

Dornier Komet III des Aero Lloyd Dornier Komet III des Aero Lloyd

Luftfahrtgeschichte 1919 - 1932

© Bildarchiv Deutsche Lufthansa AG

 

Junkers F13

 

Junkers Südamerika Expedition (1922/23) Junkers F13 in Rio de Janeiro

Luftfahrtgeschichte 1919 - 1932

© Bildarchiv Deutsche Lufthansa AG

DLHD5054-1-29-P  

Die drei Flieger, die 1928 in einer Junkers W 33 die Strecke Berlin - Irkutsk und zurück innerhalb einer Woche bewältigten; Flugmaschinist Fritz Eichentopf, Pilot Erich Albert und Joachim von Schröder, der Leiter dieser und ähnlicher Fernerkundungsflüge, die für den Ausbau des Postnetzes von großer Bedeutung waren

Luftfahrtgeschichte 1919 - 1932    

© Bildarchiv Deutsche Lufthansa AG

Für die zivilie Luftfahrt wurden bis in die 50-er Jahre Flugzeuge mit Propellerantrieb eingesetzt.

                      

Junker F13

Die Junkers F13, der erste verspannungslose Ganzmetall-Verkehrstiefdecker mit geschlossener Kabine, war zwischen 1926 und 1934 mit anfangs über 40 Stück als Flugzeugtyp in der Luft Hansa-Flotte am stärksten vertreten und wurde als Landflugzeug mit Fahrwerk oder Schneekufen und als Wasserflugzeug mit Schwimmern eingesetzt. In der beheizbaren Kabine waren vier gepolsterte Passagiersessel untergebracht, die bereits mit Sicherheitsgurten versehen waren.

Luftfahrtgeschichte 1919 - 1932, 1933 - 1945

© Bildarchiv Deutsche Lufthansa AG

Fokker-Grulich F II der Luft Hansa

Einsteigender Fluggast in eine Fokker-Grulich F II der Luft Hansa (1926)

Luftfahrtgeschichte 1919 - 1932

© Bildarchiv Deutsche Lufthansa AG

 

Das Stahltriebwerk, eine der entscheidendsten Erfindungen, wurde zwar schon vor dem Zweiten Weltkrieg entwickelt, kam dann Ende der 50-er Jahre endlich  zum Einsatz. Diese Flugzeuge, Jets genannt, waren schneller und konnten weit aus mehr Last transportieren. Seitdem stiegen die Anzahl der Flugzeuge und der beförderten Personen immens.

Weltweit gibt es nur zwei bedeutende Flugzeughersteller: Boeing und Airbus.

Bei dieser Entwicklung lautet die Priorität in der Passagierluftfahrt Kosten sparend zu fliegen, d. h. die Kapazität der zu befördernden Personen in den Vordergrund zu stellen. Das Ziel, immer schneller zu fliegen, wird deshalb nicht mehr verfolgt. Ganz aktuell ist daher auch die Nachricht der Flugzeughersteller, dass das Thema Überschallflug vorerst eingestellt wurde.

Mittlerweile reist man mit Billigtickets schneller und günstiger z.B. von Hamburg nach München als mit dem Taxi vom Randgebiet zur Innenstadt einer Metropole. Hierzu findet man zahlreiche Informationen z.B. unter dem Suchbegriff "Billigflieger" bei www.geizkragen.de.

Immer wichtiger ist der Aspekt der Sicherheit.

Flugsicherheit, ein topaktuelles Thema:

Das alles ist an Bord verboten:

Gemäß der EU-Kommission, die eine Verordnung verabschiedet hat, sind folgende Gegenstände an Bord von Flugzeugen unzulässig:

  • Gewehre, Feuerwaffen und Waffen, darunter Harpunen, Spielzeugpistolen oder Feuerzeuge, die Feuerwaffen imitieren

  • Scharfe Objekte, wie Wurfpfeile, Scheren ab sechs Zentimeter, Messer, Schlittschuhe, Rasierklingen (außer Einmalrasierer mit Klingen in Kassette) und viele Werkzeuge

  • Stumpfe Instrumente, darunter alle Arten von Schläger, Angelruten und Paddel

  • Sprengstoffe und brennbare Stoffe, etwa Überallzündhölzer und Farbsprühdosen

Infos im Internet: http://europa.eu.int/comm/transport/air/safety/index_en.htm

Das Thema Flugangst wird seit Jahren von den Fluggesellschaften und mittlerweile auch anderen Institutionen ernst genommen. Im Internet finden sich unter dem Suchbegriff diverse Informationen zu Kursen und Literatur.

Nach wie vor handelt es sich bei dem Flugzeug um das sicherste Verkehrsmittel der Welt.

Lassen wir uns überraschen, welche Fortschritte und Neuerungen uns dieser Bereich der Technik noch bescheren wird.

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